Während trockene Winterluft Salzlampen kaum zusetzt, sind schwüle Sommertage eine echte Belastungsprobe. Wer im Juli oder August plötzlich eine feuchte, klebrige Lampenoberfläche entdeckt, muss sich keine Sorgen machen – sollte aber ein paar Dinge anpassen.
Warum der Sommer kritischer ist als der Winter
Steinsalz zieht Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft an – ein physikalischer Prozess, der umso ausgeprägter ist, je höher die relative Luftfeuchtigkeit ist. Im Sommer, besonders in schwülen Nächten oder in schlecht belüfteten Räumen, kann die Luftfeuchtigkeit deutlich über den Winterwerten liegen. Die Folge: Die Lampe "schwitzt" sichtbar, an der Unterseite kann sich sogar eine kleine Wasserlache bilden.
Was dagegen hilft
- Häufiger einschalten. Die Wärme der Glühbirne wirkt der Feuchtigkeitsaufnahme entgegen. Gerade im Sommer lohnt es sich, die Lampe auch tagsüber für ein paar Stunden laufen zu lassen, statt sie nur abends kurz einzuschalten.
- Lüften statt Klimaanlage direkt anblasen. Klimaanlagen können lokal sehr feuchte oder sehr trockene Zonen erzeugen. Ein Standort im direkten Luftstrom einer Klimaanlage oder eines Ventilators ist meist ungünstig.
- Unterlage schützen. Ein wasserfestes Untersetzer schützt Möbeloberflächen, falls doch einmal Feuchtigkeit austritt.
- Keller- und Badezimmerstandorte im Sommer meiden. Diese Räume haben ohnehin oft erhöhte Luftfeuchtigkeit, die sich im Sommer weiter verstärken kann.
Wann ist es kein Feuchtigkeitsproblem mehr?
Vereinzelte Feuchtigkeit an der Oberfläche ist normal. Löst sich die Lampe dagegen sichtbar auf, bilden sich tiefe Risse oder bröckelt Material ab, deutet das eher auf dauerhaft zu hohe Feuchtigkeit am Standort hin als auf einen Materialfehler. In diesem Fall lohnt sich ein Standortwechsel.
Kurz zusammengefasst
Im Sommer öfter einschalten, auf den Standort relativ zu Klimaanlage und Fenstern achten, und feuchte Nebenräume meiden. Wer das beherzigt, kommt gut durch die schwülen Monate – mehr Hintergrund zur täglichen Pflege gibt es im Pflege-Ratgeber.